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Facebook vs. Google: Der Streit über die Nutzerdaten

Zwischen Google und Facebook herrscht momentan Eiszeit. Grund ist der Zugang zu Nutzerdaten, den Google Facebook gegenüber gewährt, Facebook dem Suchmaschinen-Gigant jedoch verbietet.

Google ändert Nutzungsbedingungen

Internetnutzer die sich vor nicht allzu langer Zeit bei Facebook registriert haben werden es noch wissen. Kurz nach Abschluss der Registrierung hatte man die Möglichkeit, die Kontaktliste seines Gmail-Accounts zu durchsuchen und entsprechend Freunde zu finden, die schon auf Facebook sind. Möglich war das über eine sogenannte Programmierschnittstelle (API), die Google zur Verfügung stellte.

Facebook bietet im Gegenzug eine solche Schnittstelle jedoch nicht an, sodass Gmail-User bei Registrierung ihre Freundesliste auf Facebook nicht durchsuchen können. Heute nun erklärte ein Sprecher von Google, dass das Unternehmen ab sofort Webseiten den Zugang zu Kontaktdaten nicht mehr erlauben wird, sofern diese nicht auch eine ähnliche Funktion anbieten. Die Nutzungsbedingungen wurden schon entsprechend angepasst.

Eric Schmidt gegen Mark Zuckerberg

Der Schritt von Google kommt alles andere als überraschend. Bereits vor zwei Monaten hatte Google CEO Eric Schmidt Facebook öffentlich aufgefordert, den Zugang zu Nutzerlisten zu öffnen. Im Wall Street Journal (WSJ) sagte er damals, dass man im Notfall auch anders an die Daten herankommen wird.

Mit mehr als 500 Millionen Usern und einem rasanten Entwicklungstempo ist Facebook innerhalb kürzester Zeit zu einem ernsthaften Rivalen von Google geworden. Immer mehr Abläufe im Internet finden mittlerweile innerhalb von Facebook statt, was natürlich auf Dauer ein ernstes Problem für Google werden könnte. Vor allem wenn man bedenkt, dass Facebook eine Partnerschaft mit der Microsoft Suchmaschine Bing eingegangen ist.

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