Mark Zuckerberg weiss: Privatsphäre war gestern

© Barbara Eckholdt / PIXELIO
Wenn man Mark Zuckerberg Glauben schenken darf, dann wollen Menschen heutzutage keine Privatsphäre mehr. Das sagte der Gründer und CEO von Facebook kürzlich in einem Interview (siehe unten).
Facebook war Anfang Dezember harsch in die Kritik geraten da von nun an die Profile von NutzerInnen, inklusive der Information wie Name, Alter, Geschlecht, Netzwerke, Freunde etc., “automatisch” öffentlich angezeigt werden. Nur durch mühsames Ausschalten verschiedenster Funktion kann man sich noch vor der restlichen Welt “verstecken”.
Mark Zuckerberg sieht die ganze Diskussion eher unproblematisch und erklärt, dass Facebook lediglich einem gesellschaftlichen Trend folge. Als er das soziale Netzwerk in seinem Studentenzimmer an der Universität Harvard entwickelt hat, haben noch viele Kommilitonen gefragt, warum man auch nur irgendwelche Informationen mit anderen Leuten teilen solle. Heutzutage wäre es aber auf einmal völlig normal seine Erlebnisse auf Profilseiten von sozialen Netzwerken oder eigenen Webseiten zur Schau zu stellen.
Weiter erklärt er, dass die Änderung in den Privatsphären Einstellungen vielmehr die innovative Arbeit von Facebook zeigen. Seiner Ansicht nach hätte sich wohl keine Webseite mit 350 Millionen Usern weltweit getraut einen solchen Schritt zu gehen.
Ich persönlich sehe die Veränderungen auf Facebook kritischer als Mark Zuckerberg. Ein Beispiel: Laut neuesten Statistiken suchen mehr als 50% der Firmen auf Facebook nach Information über ihre Stellenbewerber. Die Gefahr ist einfach zu groß, dass sich viele (durchaus geeignete) Jobanwärter durch unbedachte Äußerungen oder das Hochladen von Fotos einen Nachteil bei der Bewerbung verschaffen.
Facebook ist eine gute Möglichkeit um sein Leben mit anderen Menschen zu teilen und Kontakt mit Personen zu halten, die vielleicht nicht mehr “um die Ecke” wohnen. Allerdings bin ich der Ansicht, dass Facebook dem User die Entscheidung nicht abnehmen sollte, mit wem er/sie Kontakt halten möchte und mit wem nicht!
Fazit: Die “Privacy Policy” von Facebook ist grenzwertig. Überlegt euch genau, was ihr auf Facebook schreibt und welche Bilder ihr teilen wollt!
Interview mit Mark Zuckerberg in der Originalsprache:


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